Sechs-Wochen-Check:

STARKE UND
SCHÖNE FÜSSE

Ein komplexes Zusammenspiel aus 26 Knochen, zahlreichen Gelenken, Muskeln, Bändern, Sehnen und Nervenenden: Unsere Füße sind wahre Wunderwerke der Natur.

Doch was tun wir für unsere Füße? Oft zwingen wir sie in unpassendes Schuhwerk, lassen sie nur selten an die frische Luft und beschränken ihre Pflege in den meisten Fällen aufs Schneiden der Zehennägel. Wir finden: Unsere Füße haben mehr Aufmerksamkeit verdient. Machen Sie mit bei unserem Sechs-Wochen-Check „Gesunde Füße“!

WARUM MEHR AUFMERKSAMKEIT?

Unsere Füße sind geduldig und sie ertragen vieles. Doch früher oder später kommt es bei fast jedem Menschen zu ersten Beschwerden oder Schmerzen. Folge: Unsere Mobilität wird eingeschränkt. Deshalb lohnt es sich, aktiv etwas für die Fußgesundheit zu tun. Über einen Zeitraum von sechs Wochen läuft unser Wohlfühlstarterprogramm für die Füße als Initialzündung für eine dauerhafte Premiumbehandlung Ihrer Füße.

VOR DEM START EINE SCHNELLE BESTANDSAUFNAHME

Wie sehen Ihre Füße aus? Gibt es spröde, rissige Haut, Hornhautbildungen, Anzeichen für Fuß- oder Nagelpilz, auffällige Verformungen wie den sogenannten Ballenzeh? Gibt es schlecht heilende Wunden oder Verfärbungen? Leiden Sie unter übermäßiger Schweißabsonderung an den Füßen? Haben Sie Schmerzen beim Laufen? Und ganz wichtig: Wie sieht es mit Ihrem Gewicht aus? Ein zu hohes Körpergewicht belastet Gelenke und Knochen – nicht zuletzt auch die der Füße.

Sofern Sie bei der Bestandsaufnahme einen Fuß- oder Nagelpilz, Hautverfärbungen, nicht heilende Wunden oder eine Verformung der Füße feststellen oder unter Schmerzen in den Füßen leiden, lassen Sie den Befund bitte ärztlich abklären.

Wenn Ihnen nichts weiter auffällt, können Sie mit dem Sechs-Wochen-Check noch heute starten.

DAS SECHS-WOCHEN-PROGRAMM FÜR STARKE UND SCHÖNE FÜSSE

Bauen Sie möglichst viele Trainings- und Pflegeelemente in Ihren Tagesablauf ein. Der Zeitaufwand ist gering, zumal sich das meiste leicht in den Alltag integrieren lässt.

Unsere Füße sind für das Barfußlaufen gemacht – jeder noch so hochwertige Schuh stellt eine Einengung der natürlichen Beweglichkeit Ihrer Füße dar. Im Sommerurlaub am Strand ist es selbstverständlich: Die Füße haben Freigang. Doch sonst müssen sie zusätzlich zum Körpergewicht auch noch das Gewicht der Schuhe tragen. Deshalb gleich unser erster Tipp: So oft wie möglich raus aus den Schuhen.

  • Laufen Sie, wenn Sie zu Hause sind, auf nackten Füßen (oder auf Socken). Lassen Sie Ihre Füße wieder Bodenkontakt aufnehmen.

  • Trauen Sie sich, barfuß über eine taufeuchte Wiese zu laufen, durch einen Bach oder über einen Waldweg. Und zwar zu jeder Jahreszeit. Sie werden schnell bemerken: Ihre Füße leben. Ihre Fußsohlen spüren die Beschaffenheit des Bodens sehr genau und geben über das Nervensystem Ihrem Gehirn Rückmeldung. Sie nehmen nicht nur Ihre Füße, sondern auch Ihre Umgebung viel bewusster wahr.

Barfußlaufen ist sehr gesund, doch übertreiben Sie es gerade für den Anfang nicht und meiden Sie raue Untergründe und lange Strecken, weil es bei übermäßiger Belastung auch zur Hornhautbildung und zu schmerzhaften Rissen kommen kann.

REGELMÄSSIG DIE FÜSSE BADEN

Ob morgens vor der Arbeit oder zum entspannenden Einstieg in den Feierabend: Ein Fußbad entspannt wunderbar, tut Ihren Füßen richtig gut und beugt Fußgeruch und Pilzerkrankungen vor. Sie brauchen keine teuren Badezusätze zu kaufen – einfache Hausmittel wirken Wunder:

  • Salz, im Fußbadewasser aufgelöst, wirkt durchblutungsfördernd und macht müde Füße wieder munter.
  • Natron im Fußbad macht die Haut weich und geschmeidig und löst Hornhaut auf.
  • Kamille-Fußbäder oder Zusätze mit Teebaumöl wirken antibakteriell.
  • Einige Tropfen wohlriechender ätherischer Öle wie zum Beispiel Rosmarinöl oder Latschenkiefern- und Zirbenöl im Wasser wirken ebenfalls antibakteriell und entspannend.

Ganz wichtig: Die Füße immer gut abtrocknen, damit keine Restfeuchtigkeit zwischen den Zehen bleibt. Bleiben die Füße feucht, kann das zum einen Bakterienwachstum begünstigen, zum anderen kann es auch die Entstehung von Fuß- oder Nagelpilz fördern.

STABILITÄT UND BEWEGLICHKEIT ERHÖHEN

Unsere zweite Empfehlung: kleine Übungen für die Stärkung der Fußmuskulatur und zur Förderung der Fußbeweglichkeit.

  • Für wenig Geld gibt es kleine igelartige Bälle aus Kunststoff zu kaufen – perfekt geeignet für eine die Füße kräftigende Fußmassage. Diese Übung können Sie im Liegen oder im Sitzen ausführen oder auch im Einbeinstand: Lassen Sie Ihre nackten Fußsohlen über den Stachelball abrollen, immer wieder, in wechselnden Richtungen und mehrmals täglich. Diese Übung kräftigt die kleinen Fußmuskeln, entlastet so die Sehnen und gibt Ihren Füßen mehr Stabilität und Halt.
  • Eine weitere Übung fördert die Beweglichkeit: Versuchen Sie, mit den Zehen Gegenstände zu greifen.
  • Zur Stärkung des Fußgewölbes führen Sie folgende Übung durch: Ferse und Zehen fest auf den Boden pressen. Belasten Sie nun den Fußaußenrand und ziehen Sie das Fußgewölbe mehrmals hoch.

FUSSPFLEGE FÜR DEN HAUSGEBRAUCH

Ob Ihre Füße besondere Pflege benötigen, hängt von ihrem Zustand und insbesondere von den Fußsohlen ab. Neigen sie zu schmerzhafter Schrundenbildung (stark verhornte, rissige Haut) oder zur Bildung von Rhagaden (tiefe Risse in der Lederhaut, die sich entzünden können), können selbst gemachte Fußmasken lindernd wirken: Olivenöl, Salz und zur Desinfektion eventuell ein paar Tropfen Teebaumöl zu einer Paste vermischen, Füße damit einreiben und die Füße in ein Handtuch einwickeln. Nach ein bis zwei Stunden das Tuch entfernen und die Paste noch einmal sanft in die Haut einmassieren, Reste entfernen. Zum Schluss die Füße mit Feuchtigkeit spendender Creme einreiben.

Natürlich gilt es, möglichen Ursachen für schmerzhafte Rissbildungen auf die Schliche zu kommen. Oft liegt es an falschen Schuhen, zum Beispiel Sandalen oder Schlappen aus Kunststoff, in denen die Füße keinen Halt haben, sodass sie auf der Innensohle hin- und herscheuern. Bei Rhagaden sollte unter anderem auch ein Mangel an Vitamin E und Omega-3-Fettsäuren in Betracht gezogen werden: Zu rundum gesunden Füßen gehört immer auch ein ausgewogener Ernährungsstil mit frischem Obst und Gemüse, Pflanzenölen, Nüssen, Vollkornprodukten und Fischmahlzeiten.

SPORT UND CO.: WAS TUN GEGEN ÜBERMÄSSIGE SCHWEISSENTWICKLUNG?

Einige Hundert Schweißdrüsen pro Quadratzentimeter Fußsohle tun das, was Schweißdrüsen tun sollen: Sie tragen zur Temperaturregulierung des Körpers bei, indem sie bis zu einem halben Liter Schweiß pro Fuß und Tag absondern. Naturgemäß sind Sport treibende Personen oft betroffen und unter diesen wiederum eindeutig mehr Männer.

Schweiß an sich ist geruchlos. Geruch entsteht erst dann, wenn Bakterien den Schweiß in seine Bestandteile zersetzen. Bei sogenannten Schweißfüßen kommen mehrere Faktoren zusammen: Luft- und feuchtigkeitsundurchlässige synthetische Stoffe verhindern die Verdunstung der Feuchtigkeit. Die Feuchtigkeit in Verbindung mit Wärme wiederum ist ein idealer Nährboden für Bakterien. So entsteht der strenge Geruch. Außerdem fördert das feuchtwarme Klima in den Schuhen auch die Entstehung von Pilzerkrankungen der Fußhaut oder der Fußnägel.

Je mehr Luft an die Füße gelangt, desto weniger schwitzen die Füße und desto leichter kann auch die Feuchtigkeit verdunsten. Das können Sie außerdem tun:

  • Bei der Schuh- und Sockenauswahl atmungsaktive Materialien bevorzugen.
  • Eine regelmäßige Desinfektion der Schuhe von innen verhindert die Bakterienbildung – bevorzugen Sie natürliche Mittel mit antibakterieller Wirkung, also zum Beispiel einen alkoholischen Rosmarin- oder Salbeiauszug, den Sie in einen Zerstäuber abfüllen. Sie können auch ein entsprechendes Deo auf alkoholischer Basis zur Desinfektion nehmen.
  • Feuchtigkeitsabsorbierende Einlegesohlen, die Sie regelmäßig wechseln, können ebenfalls helfen, für ein trockenes Schuhklima zu sorgen.
  • Fußbäder mit Apfelessig wirken antibakteriell.
  • Wenn Sie ein Fußdeo verwenden, möglichst aluminiumfreie Produkte (zum Beispiel mit Salbei) bevorzugen, weil zu hohe Aluminiumgehalte nach derzeitigem Kenntnisstand negative Auswirkungen auf Nervensystem, Nieren und Knochen haben können.

Fußpflege bei Diabetes

Ob gehen, stehen oder rennen: Die Füße tragen uns ein Leben lang. Da haben sie sich ein wenig Beachtung und viel Pflege verdient. Für die Füße von Menschen mit Diabetes gilt das umso mehr. Denn hohe Blutzuckerwerte bringen sie in Gefahr.

Kribbeln, Taubheitsgefühle, Brennen oder stechende Schmerzen: Wenn diese Symptome bei Diabetes-Betroffenen in Füßen und Beinen auftreten, ist Vorsicht geboten. Denn ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel kann im wahrsten Sinne des Wortes auf die Nerven gehen. Es kommt zu Nervenschädigungen, die sich unter anderem in den Beinen und Füßen bemerkbar machen. Beim sogenannten diabetischen Fußsyndrom geht das Gefühl für Wärme, Kälte, Schmerzen und Druck verloren. Deshalb werden Verletzungen am Fuß oft sehr spät bemerkt. Ist gleichzeitig noch die Durchblutung eingeschränkt, heilen darüber hinaus entstandene Wunden langsamer. Ein richtig eingestellter Blutzuckerwert ist das A und O der Behandlung. Zusätzlich können Diabetiker durch eine angepasste Pflege dazu beitragen, dass die Füße gesund bleiben. Und so geht’s:

Regelmäßig inspizieren

Am besten abends bei guter Beleuchtung auf Rötungen, Druckstellen, Schwellungen und Verletzungen hin kontrollieren. Tipp: Ein Spiegel ermöglicht den Check von Fußsohle und Zehenzwischenräumen.

Täglich sauber halten

Ein maximal zehnminütiges Fußbad mit einer milden, rückfettenden Seife, Waschlotion und lauwarmem Wasser entspannt. Die Temperatur beträgt maximal 37 bis 38 Grad Celsius. Tipp: Bei offenen Wunden keinesfalls baden, sondern nur mit einem sauberen Waschlappen um die Wunden herum reinigen.

Gründlich trocknen

Ideal ist ein weiches Handtuch. Für die Zehenzwischenräume eignen sich Taschen- oder Papiertücher oder Wattepads.

Mit Creme pflegen

Da trockene Haut an den Füßen symptomatisch für den diabetischen Fuß ist, sollte sie täglich gepflegt werden. Gut geeignet sind fetthaltige Cremes mit feuchtigkeitsbindenden Wirkstoffen wie Urea (Harnstoff).

Nägel mit Sandblatt- oder Diamantfeilen kürzen

Weil Wunden langsamer heilen, bei der Nagepflege auf scharfe und spitze Scheren besser verzichten. Die Fußnägel sollten nach dem Feilen parallel zur Zehenkuppe unter leichter Abrundung der Nagelecken abschließen. Wer absolut nicht auf eine Schere verzichten kann, verwendet eine abgerundete Nagelschere für Babys und Kleinkinder. So können Verletzungsrisiken minimiert werden.

Hornhaut mit Naturbimsstein entfernen

Unbedingt auf hornhautauflösende Mittel verzichten. Auch Hobel, Raspel oder Ähnliches sollte aufgrund der hohen Verletzungsgefahr tabu sein. Naturbimsstein ermöglicht einen relativ sanften Hornhautabtrag.

Eine medizinische Fußpflege in Anspruch nehmen

Ratsam ist eine regelmäßige medizinische Fußpflege, zum Beispiel in einer Praxis für Podologie, bei der etwa Hornhaut oder Hühneraugen entfernt und sehr harte Fußnägel behandelt werden können. Tipp: Wer keine medizinische Fußpflege in Anspruch nimmt, sollte dennoch regelmäßige fachkundige oder ärztliche Fußkontrollen einplanen.

Täglich Socken wechseln

Diese sollten weder dicke Nähte noch stramme Abschlussgummis haben. Tipp: Helle Strümpfe tragen. So sieht man an den Flecken, wenn man sich unbemerkt verletzt hat.

Im Bett halten Wollsocken die Füße warm

Wegen der Verletzungsgefahr auf Wärmflasche oder Heizdecke verzichten. Im Haus sind Pantoffeln mit einer festen Sohle optimal. Sie schützen vor Stößen oder Verletzungen durch herumliegende Gegenstände.

Fußgymnastik und Fußmassage durchführen

Gymnastik und Massage durchführen und nur barfuß laufen, wenn die Nerven im Fuß noch sensibel sind. Ansonsten immer Schuhe tragen.

Kosmetische oder medizinische Fußpflege?

Eine kosmetische Fußpflege besteht aus dem Reinigen, Kürzen und Verschönern. Angewandte Pflegemittel und Instrumente sind ausschließlich frei verkäuflich und ohne medizinische Wirkstoffe.

Eine medizinische Fußpflege hingegen meint eine gesundheitserhaltende oder krankheitskurierende Untersuchung beziehungsweise Behandlung nach medizinischen Gesichtspunkten. Sie wird vor allem bei chronischen Krankheitsbildern, die sich erheblich auf die Fußgesundheit auswirken, empfohlen (zum Beispiel Diabetes, Rheuma, Durchblutungs­störungen).

Detox über die Füße: Humbug oder Hilfe?

Ein Fußbad bedeutet Wellness. Und zwar nicht nur für die Füße, denn die wohlige Wärme durchströmt den ganzen Körper und sorgt für Entspannung. Ein basisches Fußbad verspricht jedoch weitaus mehr. Die speziellen Badezusätze sollen einen Beitrag zu einem ausgeglichenen Säure-Base-Haushalt leisten, indem sie dem Körper über die Haut Säuren und Schlacken entziehen und gleichzeitig Basen zuführen. Doch stimmt das?

Das Prinzip basischer Fußbäder

Osmose, hier auch Badeosmose genannt, heißt das Wirkprinzip, auf dem die ausleitende Funktion eines basischen Fußbads beruhen soll. Osmose beschreibt das Gesetz des Ausgleichs: Im Fall der Badeosmose trifft nach dieser Theorie das basische Badewasser mit einem pH-Wert von etwa 8,5 auf die leicht saure Haut mit einem pH-Wert von etwa 5,5. Um das Gefälle von Säuren und Basen auszugleichen, soll nun das basische Badewasser der Haut Säuren und Ablagerungen von Schlacken über die Poren entziehen, das Säure-Basen-Gleichgewicht soll so positiv beeinflusst werden. Im Gegenzug könnten dann basische Inhaltsstoffe durch die durch das Bad geöffneten Poren in den Körper gelangen und hier einen Beitrag zu einem ausgeglichenen Säure-Base-Haushalt leisten. Da dieser positive Effekt des Ausleitens und Ausgleichens erst nach einer gewissen Zeit in Gang kommen soll, beträgt die Dauer eines basischen Fußbads mindestens 30 Minuten, kann aber auch problemlos auf eine Stunde ausgedehnt werden.

Die Sache mit den Schlacken

Unsere Haut ist in der Tat neben Leber und Nieren ein wichtiges Ausscheidungsorgan. Gemäß der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) stehen die Füße im direkten Zusammenhang mit den Nieren, sie werden entsprechend auch als „dritte Niere“ bezeichnet. An den Füßen befinden sich besonders viele Schweißdrüsen, über die unerwünschte Substanzen ausgeschieden werden können. Die sprichwörtlichen Schlacken allerdings sammeln sich nicht, wie der Begriff nahelegt, als schwarze Brocken unter unserer Haut, denn im Normalfall werden toxische Substanzen ohnehin regelmäßig ausgeschieden.

Ungeachtet einer wissenschaftlich bislang nicht nachgewiesenen Wirkung sind Fußbäder mit pflegenden Substanzen – und dazu gehören auch basische Zusätze – allerdings in jedem Fall eine Wohltat und immer ein kleines Wellness-Programm. Überdies machen sie die Haut Ihrer Füße weich und geschmeidig. Gönnen Sie sich regelmäßig eine Auszeit mit einem Fußbad, egal ob Sie basische Zusätze als Fertigprodukt kaufen oder in Eigenregie zusammenstellen.

Basische Badezusätze

Basenbadprodukte – der Begriff Basenbad ist übrigens nicht geschützt – werben mit hochwertigen Inhaltsstoffen. Im Produkt enthaltene „Edelsteine in gemahlener Form“ geben dem Badezusatz eine luxuriöse oder leicht esoterische Note und dienen oft als Rechtfertigung für einen höheren Preis, sind aber letztendlich auch nichts anderes als eine Ansammlung verschiedener Mineralien in Pulverform.

Basenbäder lassen sich auch leicht selbst herstellen: Geben Sie 100 Gramm Natronpulver in fünf Liter warmes Wasser. Ergänzend können Sie eine Handvoll Meersalz und einige Zweige Lavendel oder Rosmarin mit ins Wasser geben, Lavendel hat eine beruhigende, Rosmarin eine erfrischende Wirkung. Die Zugabe von Meersalz hat pflegende Effekte, beeinflusst den pH-Wert des Wassers aber kaum. Fügen Sie optional zusätzlich noch etwas Lavaerde hinzu. Dann haben Sie auch zahlreiche Mineralien wie Kalzium, Magnesium, Kalium, Silizium, Kieselsäure, Natrium, Aluminium, Eisen, Chrom, Zink, Phosphor und Kupfer in Ihrem Fußbad. Lavaerde ist in pulverisierter Form erhältlich und kostet nur einen Bruchteil von Badezusätzen mit „gemahlenen Edelsteinen“ (die mineralische Zusammensetzung ist annähernd identisch). Allerdings färbt Lavaerde das Wasser leicht erdig, was dem Wohlbefinden jedoch im Allgemeinen keinen Abbruch tun sollte. Probieren Sie selbst, ob Ihnen eher ein fertiger Badezusatz de luxe zusagt oder ob ein günstiger DIY-Zusatz für Sie genau das Richtige ist.

Und so geht’s!

Füllen Sie angenehm temperiertes Wasser in eine Fußwanne. Wer sich ein längeres Fußbad gönnen möchte, kann sich eine Thermoskanne mit warmem Wasser in Reichweite stellen, um nach einiger Zeit das Badewasser wieder auf Temperatur zu bringen. Wenn Sie einen fertigen basischen Badezusatz verwenden, folgen Sie der Dosierungsempfehlung, um einen entsprechenden pH-Wert im Badewasser zu erzielen. Bei späterer Zugabe von warmem Wasser auch etwas Badezusatz ins Wasser geben, so bleibt der pH-Wert konstant. Während des Badens wird die Durchblutung der Haut angeregt, die Poren öffnen sich, nach einer Badezeit von mindestens 30 Minuten fühlt sich die Haut samtweich an. Die Füße nach dem Baden am besten warm einpacken, hochlegen und noch eine Weile die Entspannung genießen.

Fußfehlstellungen und was man dagegen tun kann

Fehlstellungen der Füße kommen häufig vor. Sie können angeboren sein oder im Laufe des Lebens erworben werden, wenn etwa aufgrund einer untrainierten Fußmuskulatur geschwächte Sehnen und Bänder nachgeben. Übergewicht ist ein Risikofaktor für Fußfehlstellungen genauso wie das häufige Tragen von eng zulaufenden Schuhen oder solchen mit hohen Absätzen. Mit Barfußlaufen und einfachen Fußübungen können wir unsere Fußmuskulatur stärken und unsere Füße in ihrer Arbeit unterstützen.

Oft bereiten Fehlstellungen der Füße kaum Probleme. In schwerer wiegenden Fällen kann eine Fußverformung allerdings auch mit Schmerzen verbunden sein und die komplette Körperhaltung sowie den Bewegungsapparat beeinträchtigen. Hier ist eine ärztliche Abklärung unbedingt angeraten. Individuell angepasste Einlagen können Verformungen meist ausgleichen und Beschwerden lindern.

Knick-, Senk-, Plattfuß

Diese Verformungen stehen in einem engen Zusammenhang: Das Längsgewölbe des Fußes senkt sich ab, gleichzeitig neigt sich die Ferse etwas nach innen, ein Knick-Senkfuß entsteht. Kann der Körper diese leichte Fehlstellung auch im unbelasteten Zustand nicht mehr ausgleichen, spricht man von einem Knick-Plattfuß, wobei die Übergänge fließend sind. Mögliche Probleme sind Schmerzen auf der Innenseite des Knöchels, auch das Risiko von Entzündungen in diesem Bereich steigt. Manifeste Fußfehlstellungen belasten zusätzlich das Sprunggelenk. Abhilfe schafft die Stärkung der Muskulatur durch Fußgymnastik. Orthopädische Einlagen stützen das Längsgewölbe des Fußes und verringern Beschwerden. Bei kleineren Kindern ist der Plattfuß übrigens ein durchaus normaler Befund und kein Anlass zur Sorge, sofern keine anderen Auffälligkeiten wie motorische Defizite dazukommen. Erst im Grundschulalter bildet sich das Längsgewölbe des Fußes stabil aus.

Spreizfuß

Ist das vordere Quergewölbe des Fußes abgeflacht, spricht man von einem Spreizfuß. Der Vorfuß verbreitert sich, die große Zehe verformt sich, das Risiko für einen Hallux valgus, auch bekannt als Ballenzeh, steigt. Die mittleren Zehen und der Ballen sind beim Spreizfuß stark belastet, dadurch kommt es zu Schmerzen im Fuß. Hornhautschwielen, Druckstellen und Hühneraugen treten vermehrt auf. Frauen sind häufiger betroffen als Männer, da Schuhwerk mit engen Spitzen und hohen Absätzen diese Fehlstellung mitverursacht. Linderung verschaffen angepasste weiche Einlagen und die Stärkung der Fußmuskulatur.

Hohlfuß

Eine eher seltene Verformung des Fußes ist der Hohlfuß, bei dem das Längsgewölbe des Fußes so stark überhöht ist, dass die Zehen zwangsweise in eine Krallenstellung kommen. Der Fuß wird ausschließlich auf der Ferse und im Zehenbereich belastet, was zu Schmerzen, Schwielen und Umknick-Traumata führen kann. Ferner werden das Fußgelenk und der gesamte Bewegungsapparat im Übermaß beansprucht. Eine Therapie mit Einlagen bis hin zu eigens angefertigten Schuhen und Physiotherapie ist erforderlich, um die Beschwerden zu mindern.

Ballenzeh/Hallux valgus

Frauen sind häufiger betroffen als Männer: Bei der Ausbildung eines Hallux valgus sind ein schwaches Bindegewebe und falsches Schuhwerk mitursächlich. Eine genetische Veranlagung sowie eine chronische Entzündung des Gelenks sind weitere mögliche Ursachen genauso wie häufiges Stehen und Übergewicht. Der vordere Teil des Fußes ist verbreitert, das Grundgelenk wölbt sich zur Körpermitte, der große Zeh knickt nach außen ab und steht eng an den mittleren Zehen. Die Verformung beginnt zunächst ohne Beschwerden, im weiteren Verlauf kommt es jedoch zu Schmerzen, Entzündungen, Taubheitsgefühl und Bewegungs­einschränkungen. Die Therapie umfasst Krankengymnastik, Einlagen sowie spezielle Nachtschienen. Wichtig für beschwerdefreies Gehen sind auch gut sitzende Schuhe, die Kräftigung der Fußmuskulatur und eine Stärkung der Füße durch Barfußlaufen. In schwerwiegenden Fällen kann der Zeh nach sorgfältiger Abwägung auch operativ begradigt werden.

Weitere Übungen für starke Füße

Die folgenden Übungen am besten ohne Strümpfe durchführen.

  • Zehenraupe: Ausgangsposition mit geschlossenen Füßen; die Zehen einkrallen und mit ihrer Kraft die Füße ein kleines Stück nach vorn ziehen; anschließend die Zehen anheben, auseinanderspreizen und wieder absetzen; auf diese Weise mit beiden Füßen ein Stück vorwärts bewegen, ohne die Fersen anzuheben.
  • Papier zerreißen: Zeitungspapier mit den Zehen aufnehmen (das geht nur ohne Strümpfe) und in Stücke reißen.
  • Zehen spreizen: Im Sitzen die Zehen für einige Sekunden möglichst weit spreizen, dann kräftig zusammenziehen; mehrmals wiederholen.
  • Zehenstand: Auf die Zehenspitzen stellen, Spannung halten und wieder absetzen; als leichtere Variante kann man die Übung auch im Sitzen durchführen.

Welche Schuhe passen?

Gute Schuhe geben dem Fuß genügend Raum und Halt, schützen ihn vor Verletzungen und – je nach Jahreszeit – vor Nässe, ermöglichen ein gutes Abrollen und eine bequeme Fortbewegung. Dazu kommen individuelle Zwecke, die die Schuhe erfüllen sollen, wenn man etwa Lauf- oder Wanderschuhe, Sommersandalen oder Winterstiefel kaufen möchte.

Schuhe sind primär kein modisches Accessoire, sondern Wegbegleiter für eine längere Zeit. Bei bereits vorliegenden Fußproblemen oder Fehlstellungen müssen diese beim Kauf berücksichtigt werden. Wir haben ein paar Tipps für Ihren nächsten Schuhkauf zusammengestellt:

Die richtige Größe

Ein Schuh muss passen, und zwar in Länge, Breite und Höhe. Passende Schuhe umschließen die Ferse fest und lassen im Zehenbereich etwa einen halben Zentimeter Platz für die Abrollbewegung beim Gehen.

Nehmen Sie sich Zeit für die Anprobe und drehen Sie im Geschäft ein paar Proberunden. Schuhe, die bei der Anprobe drücken, werden sich sehr wahrscheinlich nicht weiten oder weicher und geschmeidiger werden. Wählen Sie also besser gleich eine andere Größe oder ein anderes Modell.

Bei sehr schmalen Füßen ist ein guter Halt besonders wichtig, den geben oft nur solche Modelle, die Sie in der Weite durch Riemchen oder Schnürung optimal einstellen können.

Die Anprobe

Der beste Zeitpunkt für die Anprobe ist am Nachmittag. Die Füße verändern sich bei Beanspruchung über den Tag, gegen Abend schwellen sie leicht an. Wenn Sie früh am Tag Schuhe kaufen, bringen Sie Ihre Füße vorher auf Betriebstemperatur.

Testen Sie die Schuhe nicht nur im Sitzen, sondern im Stehen und im Gehen, und zwar das komplette Paar. Bei den meisten Menschen sind die Füße nämlich nicht exakt gleich groß. Wer nur einen Schuh probiert und kurz entschlossen kauft, kann später eine böse Überraschung erleben, wenn zwar der rechte Schuh passt, der linke aber drückt. Im Zweifelsfall lieber eine halbe Nummer größer als zu klein kaufen.

Das Material

Leder, Synthetik oder Stoff? Wichtig bei der Materialauswahl ist, dass die Schuhe einerseits vor Nässe, andererseits vor einem Hitzestau schützen. Hochwertige Synthetikmaterialien können das genauso wie klassisches Leder.

Im Idealfall wechseln Sie die Schuhe immer mal und tragen nicht ständig das gleiche Modell. So haben die Schuhe Zeit zum Auslüften – und Ihre Füße werden nicht einseitig belastet. Prüfen Sie die Verarbeitung der Schuhe im Innenbereich auch mit den Händen: Können Sie innen Verhärtungen, Wulste oder Kanten fühlen? Sehr wahrscheinlich werden solche Qualitätsmängel später Druckstellen oder Blasen hervorrufen – entscheiden Sie sich besser für ein anderes Modell.

Funktionalität

Gute Schuhe erfüllen ihren Zweck optimal: Wanderschuhe geben Halt und bieten Nässeschutz, Sommersandalen sind leicht und luftig, Laufschuhe für Vielläufer halten mehr aus als solche für Gelegenheitsläufer. Schuhe für besondere Gelegenheiten dürfen auch mal einfach schick sein oder hohe Absätze haben. High Heels sind zwar nicht der Renner für die Fußgesundheit, da sie Fußgewölbe und Mittelfuß über Gebühr belasten. Doch starke Füße, die sonst in bequemen und flachen Schuhen durch den Alltag gehen, halten auch diese Belastung ohne Probleme für eine Weile aus.

Gleiches gilt für Flipflops aus hartem Plastik, die den Füßen nur unzureichend Halt geben und die überhaupt nur durch Krallen der Zehen am Fuß bleiben. Gelegentlich getragen sind sie durchaus in Ordnung, für längere Touren allerdings ungeeignet.

Ein wichtiges Kriterium für die Funktionalität ist die Biegsamkeit der Sohle, die nicht mit der Innenpolsterung gleichzusetzen ist: Lassen sich Fersenschluss und Schuhspitze leicht aufeinander zu biegen, ist die Sohle so flexibel, dass der Fuß gut abrollen kann. Von Natur starke Füße brauchen ein Fußbett ebenso wenig wie eine abgerundete Abrollsohle. Auch eine stoßgedämpfte Sohle ist nicht notwendig.

Unsere Füße dürfen den Untergrund ruhig spüren, sollten nur vor spitzen Steinchen oder Scherben geschützt sein.

Barfußschuhe

Barfuß laufen ist natürlich, Barfußschuhe sind im Trend. Sie sind ultraleicht und haben eine sehr dünne, flexible Sohle ohne Absatz oder Fußbett. Wer bereits eine Fußfehlstellung hat, die eines Ausgleichs bedarf oder beim Barfußlaufen Probleme bereitet, sollte nicht auf Barfußschuhe umsteigen.

Alle anderen können mit Barfußschuhen das natürliche Barfußlaufen simulieren und sind zugleich durch die Sohle vor Verletzungen durch Scherben oder spitze Steine geschützt.

Das Gehen in Barfußschuhen ist allerdings gewöhnungsbedürftig. Zu Anfang braucht es ein gewisses Training: Fuß- und Beinmuskeln werden deutlich mehr gefordert als im gewohnten Schuhwerk, Unebenheiten im Boden müssen die Füße selbst ausgleichen. Barfußschuhe geben den Füßen genügend Raum und stärken langfristig die Muskulatur und das Gleichgewicht.

Teure Schuhe sind nicht immer besser als preiswerte, manchmal bezahlt man einfach einen hohen Preis für das Label. Achten Sie beim Kauf auf eine gute Passform, eine solide Verarbeitung und gute Materialien, dann werden Ihre neuen Schuhe für eine lange Zeit zu treuen und zuverlässigen Wegbegleitern.

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