Mehr Bewegung im Alltag:

Weitergehen lautet die Devise!

Bewegungsmangel ist weit verbreitet. Dazu tragen nicht nur die vielen bewegungsarmen Arbeitsplätze bei, sondern auch die Neigung, nach dem Feierabend lieber entspannt die Füße hochzulegen, als sich sportlich zu betätigen.

Die Folgen des Bewegungsmangels sind vielfältig: Muskeln, Knochen, Sehnen und Gelenke brauchen die regelmäßige Beanspruchung – sie nutzen dadurch nicht etwa ab, sondern bleiben im Gegenteil fit und leistungsfähig. Regelmäßige Bewegung beugt auch Übergewicht vor. Übergewicht wiederum kann Diabetes, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. Doch wie schafft man Abhilfe? Zwei- oder dreimal die Woche Sport zu treiben wäre ideal. Doch Zeit und Gelegenheit dafür hat nicht jeder. Deshalb zählt vor allem die Steigerung der Bewegung im Alltag. Eine Möglichkeit: mehr zu Fuß gehen!

Müssen es wirklich 10.000 sein?

Seit Langem heißt es in Gesundheitsratgebern: 10.000 Schritte täglich sollten es schon sein. Das entspricht je nach Schrittlänge einer Strecke zwischen sechs bis acht Kilometern. Doch was, wenn man aus Zeitgründen oder weil man nun einmal einen Büroarbeitsplatz hat, vielleicht nur 4.000 oder 5.000 Schritte schafft? Dient das der Gesundheit denn gar nicht? Natürlich sind auch 4.000 Schritte besser als gar nichts. Die Zahl 10.000 ist ein willkürlich festgesetzter Richtwert – ein Wert, nach dem man sich richten kann, aber nicht muss. In die Welt gesetzt wurde der 10.000-Schritte-Mythos übrigens in den Sechzigerjahren von einem japanischen Hersteller von Schrittzählern. Die willkürliche und nicht wissenschaftlich fundierte Zahl war eine Werbemasche, die noch heute gern als Referenzwert genutzt wird. Auch wenn man die magische Zahl am Ende des Tages nicht erreicht – auch die Annäherung Schritt für Schritt zählt! Und am nächsten Tag kann man ja versuchen, einfach mal weiterzugehen. Doch wie genau soll das Weitergehen funktionieren?

Bewegte Arbeitszeit

Wer einen Beruf mit Körpereinsatz ausübt, etwa auf dem Bau, in Läden im Verkauf, im Krankenhaus auf Station und in der Pflege, in der Produktion, in der Landwirtschaft oder in der Auslieferung arbeitet, läuft während eines Arbeitstages mühelos zehn Kilometer. Doch auch wer hauptsächlich sitzt, kann für Abwechslung sorgen, etwa im Büro:

Jede Treppe bringt Sie auch gesundheitlich nach oben – schneller als jeder Fahrstuhl!

Telefonieren Sie im Stehen und Gehen – das bewegt nebenbei auch Ihre Gedanken.

Walking Meetings unter freiem Himmel statt Table-Meetings im muffigen Büro – das kommt auch der geistigen Produktivität zugute, denn die Sauerstoffzufuhr regt die Hirntätigkeit an.

Hin- und Rückweg zur Arbeit: eine Station früher aussteigen oder mit dem Rad fahren.

Falls Sie im Homeoffice arbeiten, joggen Sie einmal pro Stunde fünf Minuten auf der Stelle.

Bewegte Mittagspausen einlegen, zum Beispiel mit einem Spaziergang an der frischen Luft.

Bewegte Freizeit

Natürlich sollten auch Ruhezeiten und Entspannung nicht zu kurz kommen. Doch wenn Sie sich in der Freizeit zusätzlich bewegen, läuft es für Ihre Gesundheit gleich noch besser:

Vor der Arbeit oder nach Feierabend draußen eine Runde drehen.

Öfter mal Wanderurlaub machen – ein echter Fortschritt für die Gesundheit.

Beim Einkaufen mit dem Auto auch mal absichtlich möglichst weit weg vom Eingang parken – so lassen sich Schritte sammeln. Noch besser: Gleich zu Fuß gehen oder bei größeren Einkäufen mit dem Fahrrad fahren oder einen Einkaufstrolley mitnehmen.

Das motiviert!

Nichts regt den Menschen so sehr an wie der Wettbewerb. Sei es der Wettbewerb mit dem inneren Schweinehund oder der Wettbewerb mit anderen. Machen Sie mit sich selbst einen Vertrag – und versuchen Sie auch, ihn einzuhalten. Oder fordern Sie Freunde oder Familienmitglieder zum Wettstreit auf, wer wohl die meisten Schritte schafft. Welche Belohnungen winken, machen Sie unter sich aus.

Tipp: Nutzen Sie einen Schrittzähler, um Ihre Langzeitfortschritte im Auge zu behalten und jeden Rückschritt sofort zu erkennen!

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