Auf zur Vorsorge, Männer!

Wie wichtig Krebsvorsorge ist, erkennen viele Menschen erst dann, wenn sie von jemandem hören, bei dem Krebs entdeckt wurde. Oder wenn sie selbst betroffen sind. Ein prominentes Beispiel ist der Sänger Mickie Krause, bei dem im Rahmen seiner Teilnahme an der Sendung „Showtime of My Life – Stars gegen den Krebs“ vor Publikum ein Blasenkrebs diagnostiziert wurde.

Zum Glück rechtzeitig, wie der Entertainer seinen Fans erklärte. Er wollte mit gutem Beispiel vorangehen und an alle appellieren, regelmäßig zur Vorsorge zu gehen, indem er seine Erkrankung und die Therapie öffentlich gemacht hatte. Denn, so Mickie Krause auf seinem Instagram-Kanal, es kann wirklich jeden treffen: „Den Maurer, den Lehrer oder auch den Stimmungssänger.“ Und je eher Krebs entdeckt wird, desto größer sind die Heilungschancen.

Die häufigsten Krebsarten bei Männern betreffen nach dem Krebsregister beim Robert Koch-Institut die Prostata (24,6 Prozent), den Darm (13,3 Prozent), die Lunge (12,8 Prozent) und an vierter Stelle die Harnblase (5,1 Prozent). Krebserkrankungen der Prostata treten meist erst ab der Lebensmitte auf. Bei jüngeren Männern ist der Hodenkrebs am häufigsten (1,6 Prozent sämtlicher Krebserkrankungen beim Mann). Diese Zahlen sagen allerdings nichts über das persönliche Risiko aus.

Die Sache mit dem
Krebsrisiko

Wer nicht an der Früherkennungs­untersuchung teilnimmt, macht dies oft nicht aus Faulheit, sondern weil er sein subjektives Erkrankungsrisiko aufgrund seiner Lebenssituation als eher gering einschätzt. Oder weil er das Thema verdrängt.

Richtig ist: Menschen mit einer entsprechenden genetischen Veranlagung – wenn es in der engeren Verwandtschaft bereits Fälle von Krebs gegeben hat – haben ein höheres Risiko, selbst an Krebs zu erkranken. Gleiches gilt für Menschen, die rauchen oder regelmäßig Alkohol konsumieren, übergewichtig sind, an Bewegungsmangel leiden oder im verstärkten Maße Umweltgiften ausgesetzt sind.

Doch selbst dann, wenn kein einziger dieser Risikofaktoren vorliegt und man überdies noch jung ist, gesund lebt, sich gesund ernährt und sich viel bewegt, kann man nicht von einem Nullrisiko ausgehen. Man kann leider die berühmte Ausnahme von der Regel sein. Wirkliche Auskunft über den eigenen Gesundheitszustand gibt es nur durch die regelmäßige Teilnahme an den Früherkennungs­untersuchungen. Und genau deshalb sind sie so wichtig.

Je früher,
desto besser

Eine Vorsorge- beziehungsweise Früherkennungs­untersuchung ist dazu da, eine mögliche Krebserkrankung rechtzeitig zu entdecken. So rechtzeitig, dass die Erkrankung gut behandelt und Schlimmeres vermieden werden kann. Dennoch erfordert es mitunter etwas Überwindung, zur Früherkennung zu gehen.

Die oft getätigte Aussage, dass Männer deutlich seltener zur Vorsorge gehen als Frauen, ist so übrigens nicht richtig. Der Eindruck kann deshalb entstehen, weil die üblichen Früherkennungs­untersuchungen für Frauen bereits in jungen Jahren einsetzen (also deutlich früher als die entsprechenden Routine­untersuchungen beim Mann), die Gesamtzahl der angebotenen Untersuchungen also höher ist. Grundsätzlich haben Männer aber keine signifikant größere Abneigung gegen Früherkennungs­untersuchungen als Frauen.

Ganz gleich, ob Mann oder Frau: Zur Früherkennungs­untersuchung sollte man nicht erst dann gehen, wenn man bereits auffällige Beschwerden hat, sondern turnusgemäß.

Was ist bei einer
positiven Diagnose?

Wird bei einer Untersuchung etwas Auffälliges festgestellt, erfolgt im zweiten Schritt eine Abklärung des Verdachts, etwa durch eine Gewebe­entnahme.

Sollte sich der Verdacht bestätigen, wird niemand mit dem Ergebnis alleingelassen. Im Gegenteil: Zwar ist die Krebsdiagnose für Betroffene immer etwas Erschreckendes, doch die betreuende Praxis oder Klinik wird alle erforderlichen Ressourcen mobilisieren, um den Kampf gegen den Krebs schnellst- und bestmöglich aufzunehmen. Und auch die pronova BKK wird alles tun, um die Behandlung zu begleiten und finanziell abzusichern.

Diese Früherkennungsuntersuchungen werden von der pronova BKK empfohlen:

ab 35 Jahren

alle drei Jahre allgemeiner Check-up beim Hausarzt; Hautkrebs­früherkennung: alle zwei Jahre Untersuchung der gesamten Hautoberfläche

ab 45 Jahren

Früherkennung von Krebsformen der Prostata und der Genitalien: jährliche Tastuntersuchung der Prostata, Genitalien und Leisten­lymph­knoten

50 bis 54 Jahre

Darmkrebs­früherkennung: entweder jährlicher Test auf verborgenes Blut im Stuhl oder einmalige Darmspiegelung mit Wiederholung nach zehn Jahren

ab 55 Jahren

Darmkrebs­früherkennung: entweder alle zehn Jahre Darmspiegelung sowie Tastuntersuchung des Enddarms (Standardmethode)

oder alle fünf Jahre alleinige Enddarmspiegelung sowie jährlicher Test auf verborgenes Blut im Stuhl

oder jährlicher Test auf verborgenes Blut im Stuhl

Die beste Aussagekraft hat die Darmspiegelung. Hier kann während der Untersuchung Gewebe zur weiteren Abklärung entnommen werden. In der Regel findet die Darmspiegelung unter einer kurzen Narkose statt, sodass Sie nichts davon mitbekommen.

Die Kosten für Krebsvorsorge­untersuchungen werden direkt mit der pronova BKK abgerechnet und eine Zuzahlung fällt nicht an. Außerhalb der Krebsvorsorge gibt es weitere Früherkennungs­untersuchungen wie etwa den Check-up 35. Und natürlich ist die Teilnahme an den Untersuchungen nicht nur für Männer, sondern auch für Frauen wichtig. Eine Übersicht über sämtliche Früherkennungs­untersuchungen für Männer und Frauen und auch für Kinder finden Sie auf unserer Website.

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