Organspende?

Ihre Entscheidung für das Leben!

Über 9.000 Menschen stehen in Deutschland aktuell auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Die meisten von ihnen warten auf eine Niere. 2021 gab es bundesweit 933 Organspenderinnen und Organspender. Im Schnitt kommen so auf je eine Million Menschen gerade einmal knapp 11 Personen, die ein Organ spenden. Und es gibt eine weitere interessante Zahl: Eine einzige Spenderin oder ein einziger Spender rettet im Durchschnitt drei Menschen das Leben.

Kein Zwang

Niemand wird zur Einwilligung in eine Organspende gedrängt. Dennoch ist es wichtig, sich zu überlegen, wie man selbst zur Organspende steht. Dabei können zwei ganz einfache Leitfragen hilfreich sein:

  • Würde ich selbst ein Spenderorgan erhalten wollen, wenn mein Leben nur so gerettet werden könnte?

  • Würde ich wollen, dass nahe Angehörige ein Spenderorgan erhalten, wenn sie nur so überleben könnten?

Wer beide Fragen mit Ja beantwortet, wird vermutlich auch selbst zur Organspende bereit sein und sollte dies rechtssicher dokumentieren. Übrigens gibt es kein Zentralregister für ausgefüllte Organspendeausweise. Sollten Sie sich doch noch umentscheiden wollen, reicht es, den Ausweis zu vernichten oder einen neuen auszufüllen.

Die Zustimmung entscheidet

Ob ein Mensch nach seinem Tod zur Spenderin oder zum Spender wird, hängt davon ab, ob sie oder er zu Lebzeiten eine Einwilligung zur Organspende erteilt hat. In Deutschland gilt die sogenannte Zustimmungslösung. Das heißt: Ohne ausdrückliches Ja zur Organspende dürfen postmortal keine Organe entnommen werden.

Es gibt nur eine Ausnahme: Auch Familienangehörige dürfen die Zustimmung erteilen. Das stellt für die meisten allerdings in einer ohnehin dramatischen Lebenssituation eine zusätzliche Belastung dar. Deshalb sollte jeder Mensch bereits zu Lebzeiten seine Entscheidung treffen und sie im Organspendeausweis dokumentieren. Dieser lässt übrigens auch ein ausdrücklich erklärtes Nein zu.

Es gibt kein Höchstalter für eine Organspende

Entscheidend für eine Organspende sind der Gesundheitszustand der verstorbenen Person und ihrer Organe. Deswegen gibt es keine Altersgrenze für eine Organspende. Ob sich Organe für eine Transplantation eignen, entscheiden die Ärztinnen und Ärzte im Einzelfall. Häufig erhalten ältere Betroffene die Organe älterer Spenderinnen und Spender.

Kaum eine Erkrankung schließt eine Organspende aus

Eine Organentnahme kann zum Beispiel bei bestimmten Infektionen oder bei akuten Krebserkrankungen ausgeschlossen sein. Bei allen anderen Krankheiten wird im Einzelfall entschieden, ob eine Organspende infrage kommt und welche Organe gespendet werden können. Damit eine Transplantation erfolgreich verläuft, ist es wichtig, dass die einzusetzenden Organe gesund und funktionsfähig sind. Deshalb werden alle Spendenden unmittelbar vor der Organentnahme medizinisch untersucht.

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