Wenn Diabetes auf die Lunge geht

Dass Diabetes Herzinfarkt und Schlaganfall sowie den sogenannten diabetischen Fuß als Folgeerkrankungen nach sich ziehen kann, ist den meisten Betroffenen bekannt. Weniger geläufig ist, dass neben anderen Körperorganen auch die Lunge in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Das gilt sowohl für Typ-1- als auch für Typ-2-Diabetes.

Menschen, die an Diabetes leiden, weisen häufiger Atemwegsbeschwerden auf als Gleichaltrige ohne Diabetes. Insbesondere Asthma, COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung), Lungenfibrose, Lungenhochdruck und Lungenkrebs treten bei Diabetes signifikant öfter auf. Asthma etwa kommt bei der Stoffwechselerkrankung etwa doppelt so häufig vor.

Warum das so ist, ist noch nicht endgültig erforscht. Jedoch gibt es Vermutungen über die Ursachen. So kann ein langjähriger Diabetes zum Beispiel die Blutgefäße schädigen – auch die der Lunge. Hinzu kommt, dass die Zuckerkrankheit mit dauerhaften Entzündungszuständen im Körper einhergeht, die sich gleichfalls negativ auf die Lungengesundheit auswirken. Darüber hinaus geht man davon aus, dass der mit Diabetes verbundene oxidative Stress Lungengewebe zerstört. Speziell für das Auftreten von Lungenkrebs gibt es starke Anhaltspunkte dafür, dass ein hoher Blutzuckerspiegel Wachstum und Vermehrung von Krebszellen in der Lunge begünstigt.

Ganz wichtig: Wer unter Diabetes leidet und bereits bei geringer Belastung in Atemnot gerät, sollte seine Ärztin oder seinen Arzt darauf ansprechen, um gezielt die Lunge untersuchen zu lassen.

Was Sie für Ihre Lunge tun können

Falls Sie rauchen, hören Sie am besten damit auf. Denn die Kombination von Rauchen und Diabetes wird als besonders gefährlich eingestuft. Sollten Sie unfreiwillig mitrauchen, bitten Sie die Raucherinnen und Raucher in Ihrem Umfeld nachdrücklich um Rücksichtnahme. Die Teilnahme an Kursen zur Rauchentwöhnung kann hilfreich sein. Die pronova BKK beteiligt sich an den Kurskosten.

Achten Sie auf Ihre Blutzuckerwerte. Bei einem gut eingestellten Diabetes reduziert sich das Risiko für Folgeerkrankungen deutlich. Welche Werte für Sie optimal sind, besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Reduzieren Sie Übergewicht. Vermeiden Sie dabei Radikalkuren, denn hier ist der Erfolg meist nur von kurzer Dauer. Besser ist es, das Übergewicht langsam, aber stetig abzubauen. Ein bis zwei Kilogramm weniger pro Monat sind eine gute und realistische Zielvorgabe.

Bleiben Sie in Bewegung. Eine tägliche Bewegungseinheit von einer Stunde hilft nicht nur beim Abnehmen, sondern sorgt auch für Sauerstoffzufuhr und kurbelt den Stoffwechsel an.

Lassen Sie sich ärztlich beraten, welche Impfungen sinnvoll sein können (zum Beispiel Grippeschutzimpfung und Pneumokokkenimpfung).

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