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Windpocken

Gürtelrose

Wie hängt das zusammen?

Die weltweit verbreiteten und hochansteckenden Varizella-Zoster-Viren aus der Gruppe der Herpes-Viren sind Auslöser der Windpocken. Sie betreffen hauptsächlich Kinder. Nach überstandener Krankheit verbleiben die Viren lebenslang im Körper. Noch Jahrzehnte später können sie sich erneut vermehren und als Spätfolge eine schmerzhafte Gürtelrose auslösen. Auch wer schon einmal Gürtelrose hatte, kann später erneut erkranken.

Den sichersten Schutz vor beiden Erkrankungen bietet eine Impfung: Die Ständige Impfkomission (STIKO) empfiehlt die Impfung mit je zwei Impfdosen gegen Windpocken für Kinder ab elf Monaten, gegen Gürtelrose für alle Personen ab 60 Jahren, für immungeschwächte oder Personen mit bestimmten Grunderkrankungen bereits ab 50. Auch für ältere Kinder, Jugendliche, Frauen mit Kinderwunsch und Erwachsene, die noch nicht an Windpocken erkrankt waren, kann eine Windpockenimpfung das Ansteckungsrisiko erheblich senken. Sprechen Sie das Thema in der Kinder- beziehungsweise Hausarztpraxis an. Wir übernehmen die Kosten für Ihre Schutzimpfung.

Ansteckungswege und Ursachen

Die Erreger der Windpocken breiten sich aus wie der Wind und können auch größere Abstände überwinden. Mit der Atemluft (Tröpfcheninfektion) gelangen sie ganz leicht in den Körper. Und wer nach dem Kontakt mit verunreinigten Gegenständen oder nach dem Hautkontakt mit Infizierten, insbesondere mit der Bläschenflüssigkeit, Augen, Nase oder Mund berührt, trägt die Erreger in den eigenen Körper, wo sie sich rasch vermehren und die Erkrankung auslösen.

Eine Gürtelrose hingegen entwickelt sich als Spätfolge von Windpocken, wenn nämlich die in den Nervenzellen nahe dem Rückenmark schlummernden Viren geweckt werden und sich erneut vermehren. Mögliche Gründe für eine solche Aktivierung sind ein geschwächtes Immunsystem, starke UV-Strahlung, Stress oder einfach ein höheres Lebensalter. Auch in diesem Fall kann der Kontakt mit der Bläschenflüssigkeit infektiös sein. Der Erreger führt dann aber zu Windpocken, sofern man dagegen noch nicht immun ist.

Verlauf
und Therapie

Windpocken, an denen besonders häufig Kinder zwischen vier und acht Jahren erkranken, zeigen sich typischerweise in einem stark juckenden, den ganzen Körper überziehenden Hautausschlag. Daraus entwickeln sich mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen, die nach einigen Tagen in der Regel komplikationslos ausheilen. Betroffene Kinder sind matt und weinerlich und entwickeln meist nur mäßiges Fieber. Die Behandlung zielt mit juckreizstillenden Hautlotionen oder antiallergischen Tropfen auf eine Linderung der Symptome. Ein Aufkratzen der Bläschen ist bei Windpocken genauso wie bei Gürtelrose unbedingt zu vermeiden, weil diese sich sonst leicht entzünden können.

Die Hautrötungen und die sich daraus entwickelnden, mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen einer Gürtelrose zeigen sich meist örtlich begrenzt am Rumpf in dem Hautbereich, der durch den mit Viren befallenen Nervenstrang versorgt wird. Der Hautausschlag breitet sich gürtelförmig, aber einseitig aus. Charakteristisch sind Juckreiz und nur leichtes Fieber, vor allem aber heftig brennende oder schneidende Schmerzen. Auch Arme, Beine und Gesicht (hier spricht man von Gesichtsrose) können betroffen sein. Bei einem normalen Verlauf heilt eine Gürtelrose nach zwei bis vier Wochen wieder ab. Wichtig für einen günstigen Verlauf ist jedoch eine möglichst frühzeitige Behandlung: Eine spezielle Hautpflege verringert den Juckreiz, Schmerzmittel dämpfen die Schmerzen und die je nach Verlauf verordneten Virostatika hemmen die Viren.

Mögliche
Komplikationen

Gefährlich werden können Windpocken für Neugeborene, Erwachsene und Schwangere. Jeder fünfte Erwachsene erkrankt zusätzlich an einer Lungenentzündung, Gleichgewichtsstörungen und eine Reizung der Hirnhäute sind ebenfalls möglich. Während der ersten sechs Monate einer Schwangerschaft können Windpocken in seltenen Fällen zu Fehlbildungen des Ungeborenen führen, eine Infektion kurz vor der Geburt kann für das Baby lebensbedrohlich sein.

Dagegen bedeutet eine Gürtelrose während der Schwangerschaft keine Gefahr für das Baby. Jedoch können die Schmerzen an den betroffenen Stellen noch lange Zeit nach einer überstandenen Gürtelrose anhalten. Diese chronische Form der durch Nervenschäden verursachten Schmerzen bezeichnet man als Post-Zoster-Neuralgie. Zur Therapie gehören Schmerzmittel, Antidepressiva in niedriger Dosierung, die die Schmerzweiterleitung unterbinden, sowie schmerzbetäubende Salben oder Pflaster.

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