Warum Auszeiten vom Bildschirm so wichtig sind
Mal ehrlich: Im Familienalltag läuft selten alles perfekt. Zwischen Job, Schule und Haushalt ist das Tablet oft die schnelle Lösung, um kurz durchzuatmen – und das ist völlig normal. Digitale Medien machen vieles leichter und gehören zum Aufwachsen längst mit dazu.
Aber: Jede Stunde vor dem Bildschirm ist auch eine Stunde weniger Bewegung, weniger frische Luft und weniger gemeinsames Erleben. Laut dem Robert Koch-Institut nutzen viele Kinder regelmäßig Freizeit-Bildschirmmedien – und leiden dadurch häufiger unter Bewegungsmangel, Konzentrationsproblemen oder unruhigem Schlaf.
Viele Eltern wissen das. Und doch fällt es im Alltag schwer gegenzusteuern. In unserer Studie „Junge Familien 2023“ geben viele der Befragten an, selbst zu viel Zeit mit Smartphone & Co. zu verbringen, und dass ihre Vorbildwirkung noch Luft nach oben hat.
Dabei geht’s nicht um Verbote oder den ständig erhobenen Zeigefinger, sondern um Chancen. Kleine Auszeiten vom Bildschirm schenken Zeit für Bewegung und gemeinsame Erlebnisse – Dinge, die dir und deinen Kindern richtig guttun.
Wie viel Bildschirmzeit ist okay?
Laut den Empfehlungen der Initiative SCHAU HIN des Bundesgesundheitsministeriums sollten Kinder unter 3 Jahren gar keine Bildschirmzeit haben, Vorschulkinder höchstens ½ h täglich, Schulkinder etwa 1 h – immer abhängig vom Alter und Inhalt. Entscheidend ist aber weniger die Stoppuhr, sondern die Balance und was konsumiert wird: Wer sich viel bewegt, draußen spielt und soziale Kontakte hat, darf auch mal eine altersgerechte Serie schauen.