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Darmkrebsvorsorge

By 22. Dezember 2022Januar 17th, 2023No Comments

Vorsorge. Ganz einfach zu Hause.

Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen. Deshalb ist es so wichtig, an Früherkennungs­untersuchungen teilzunehmen.

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Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen. Deshalb ist es so wichtig, an Früherkennungs­untersuchungen teilzunehmen.

Zwischen 50 und 54 Jahren kannst du an einer jährlichen Dickdarm- und Rektum-Untersuchung teilnehmen, die durch eine gezielte Beratung sowie einen Test auf verborgenes Blut im Stuhl ergänzt wird. Ab 55 kannst du im Abstand von zehn Jahren zwei Darmspiegelungen machen lassen (oder alle zwei Jahre erneut die Untersuchung nutzen, die wir dir bereits zwischen 50 und 54 anbieten).

Du möchtest früher Sicherheit?

Bei der Pronova BKK musst du nicht bis zu deinem 50. Geburtstag warten, um an der Früherkennung teilzunehmen. Schon vorher hast du die Möglichkeit, den iFOBT-Test zu nutzen – die Darmkrebs­früherkennung ab 35 für zu Hause. Bei diesem immunologischen Test wird eine Stuhlprobe mittels spezifischer Antikörper auf okkultes, also nicht sichtbares Blut untersucht. Hierbei können Blutungen im unteren Darmtrakt nachgewiesen werden, die möglicherweise durch Darmkrebs oder dessen Vorstufen auftreten können.

Einfache Anwendung

Du kannst das Testmaterial kostenlos über unsere Website zu dir nach Hause bestellen. Die Stuhlprobe sendest du mit dem beiliegenden Fragebogen zur Auswertung an unseren Partner Care Diagnostica zurück.

Das Testergebnis wird dir schriftlich zugestellt. Bei einem positiven Ergebnis erhältst du ein Schreiben für deine Hausärztin oder deinen Hausarzt zur weiteren Abklärung. Deine Daten sind jederzeit streng geschützt.

Bei Fragen zu iFOBT wende dich bitte unter der Rufnummer 0281 94 40 422 an Care Diagnostica.

Positives Ergebnis – und dann?

Nicht jedes positive Testergebnis ist sofort eine Krebsdiagnose. Es zeigt erst einmal an, dass der Blutungsfarbstoff Hämoglobin in der Probe nachgewiesen wurde. Die Gründe dafür können unter Umständen auch harmlos sein, zum Beispiel Hämorrhoiden oder Menstruationsblut. Kommt der Test positiv zurück, solltest du der Blutung zeitnah mit deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt auf den Grund gehen.

Im Umkehrschluss ist ein unauffälliges Ergebnis keine Bescheinigung dafür, dass sich nie ein Tumor ausbilden kann. Deshalb ist zu empfehlen, den Test regelmäßig (jährlich) zu wiederholen. Zudem sollte die Möglichkeit einer Darmspiegelung ab dem 50. Lebensjahr in Anspruch genommen werden.

Darmsanierung: Darauf solltest du achten

Darmreinigung versus Darmsanierung: Was ist der Unterschied?

Wer im Zuge der Darmkrebsvorsorge eine Darmspiegelung durchführen lässt, wird im Vorfeld eine sogenannte Darmreinigung absolvieren müssen – denn nur bei einem penibel sauberen Darm können die Fachmediziner*innen die Schleimhaut genau auf Gewebeveränderungen untersuchen. Ein am Tag vor der Spiegelung eingenommenes Präparat und reichlich Flüssigkeit sorgen hierbei dafür, dass keine Stuhlrückstände zurückbleiben.

Einen anderen Zweck verfolgt eine sogenannte Darmsanierung: Diese soll – so lautet zumindest der naturheilkundliche Ansatz – möglichst viele Giftstoffe und Ablagerungen aus dem Darm leiten. Auf diese Weise sei es möglich, Verdauungs­beschwerden wie beispielsweise Blähungen oder Durchfallerkrankungen zu lindern und zu helfen, das Gleichgewicht der Darmflora – Mikrobiom genannt – wiederherzustellen. Befürworter*innen gehen davon aus, dass die Entleerung und damit die Entlastung des Darms dazu führt, dass sich dieser kurzzeitig erholen kann. Dadurch sollen Patient*innen ihr Immunsystem stärken und ihr Wohlbefinden verbessern können.

Viele Schulmediziner*innen sehen hingegen keinen Nutzen darin, den Darm zu sanieren. Ihr Argument: Ein gesunder Körper profitiere von solchen Entgiftungskuren nicht. Da es keine wissenschaftlichen Beweise für die positive Wirkung einer Darmsanierung gibt, raten sie Menschen mit Beschwerden zu einem Besuch in der Sprechstunde einer Fachärztin oder eines Facharztes.

Wie mache ich eine Darmsanierung – und wie lange dauert sie?

Solltest du dich dazu entscheiden, eine Darmsanierung nach naturheil­kundlicher Auffassung anzugehen, musst du mit Therapiedauern von sechs Wochen bis hin zu drei Monaten rechnen. Für diesen Zeitraum erhältst du Ernährungs­empfehlungen beziehungsweise einen Ernährungsplan. Dieser kann zum Beispiel vorsehen, dass auf tierische Produkte verzichtet wird und ausschließlich naturbelassene unverarbeitete Lebensmittel auf den Tisch kommen.

Begleitet wird eine solche Darmsanierung von zusätzlichen Bakterien­präparaten – Probiotika genannt –, Verdauungs­enzymen sowie Pflanzen­extrakten oder Mikronährstoffen wie Flohsamenschalen und Heilerde. Auf die Frage, wie lange es dauert, bis der Darm entgiftet ist, findet sich keine allgemeingültige Antwort. Viele Naturheil­kundler*innen gehen davon aus, dass der Körper selbst signalisiert, wie lange eine solche Entschlackungskur durchgeführt werden sollte.

Alternativen zur Darmsanierung: Welche Lebensmittel entgiften den Darm?

Fragst du Schulmediziner*innen, ist nicht zwangsläufig eine Darmsanierung erforderlich, wenn du deine Darmflora wieder aufbauen willst. Tatsächlich profitiert unser bis zu sieben Meter langes Verdauungsorgan bereits davon, wenn du auf eine gesunde Lebensweise und Ernährung achtest und auf belastende Substanzen wie Nikotin und Alkohol verzichtest. Rauchen gilt als einer der größten Risikofaktoren in Hinblick auf zahlreiche Krebserkrankungen – auch Darmkrebs gehört dazu.

Es gibt Hausmittel, die deine Darmflora ganz natürlich im Gleichgewicht halten und eine gesunde Verdauung fördern. Einige Lebensmittel, die sich positiv auf die Darmgesundheit auswirken:

  • probiotische Lebensmittel wie Kefir, Sauerkraut und Naturjoghurt
  • Vollkornprodukte
  • ballaststoffreiche Lebensmittel wie Nüsse und Hülsenfrüchte
  • frisches Obst und Gemüse
  • nur wenig hochverarbeitete Lebensmittel, zum Beispiel Fertiggerichte wie Pizza

Dass sich die sogenannte westliche Ernährung nachteilig auf unsere Darmflora auswirken kann, haben laut Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) Wissenschaftler*innen nachgewiesen. Der Verzehr von Nahrungsmitteln mit wenig Ballaststoffen in Kombination mit vielen stark verarbeiteten Produkten, raffinierten Zuckern sowie viel Fett und tierischem Protein kann Untersuchungen zufolge die Vielfalt der Bakterienarten reduzieren, die im menschlichen Darm ihre Arbeit verrichten.

Darmsanierung: kein Ersatz für die Darmkrebsvorsorge.

Möchtest du trotz allem eine Darmkur machen, lass dich zusätzlich von deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt beraten, wie du deinen Darm am schonendsten reinigen kannst. Bei lang anhaltenden Magen-Darm-Beschwerden solltest du ebenfalls ärztlichen Rat einholen, um die Ursache abklären zu lassen.

Wichtig ist, dass du dir darüber im Klaren bist, dass eine Darmsanierung nach naturheil­kundlicher Auffassung keine Darmkrebsvorsorge ersetzen kann. Viele Menschen fragen sich, ab wann es sinnvoll ist, zur Darmkrebsvorsorge zu gehen. Die Pronova BKK übernimmt bereits ab deinem 35. Lebensjahr – und nicht erst ab einem Alter von 50 Jahren – die Kosten für erste Untersuchungen. Wir finanzieren dir einen Früherkennungstest nach dem sogenannten iFOBT-Verfahren, den du bequem zu Hause durchführen kannst.

Du suchst weitere Infos rund ums Thema Darmkrebs­prävention? Unter diesen Links findest du wissenswerte Infos und einen Darmkrebs-Schnellcheck:
Präventionsdatenbank
Schnellcheck Darmkrebs
Broschüre Früherkennung