Prostata-Check Auf zur großen Hafenrundfahrt!

Krebsvorsorge? Klar, wichtig. Doch viele Männer drücken sich vor dem Prostata-Check ab 45. Was passiert da eigentlich? Muss man husten, sich bücken, oder ist das Ganze am Ende halb so wild? Wir verraten dir, was dich erwartet.

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Prostata-Check
Krebsvorsorge? Klar, wichtig. Doch viele Männer drücken sich vor dem Prostata-Check ab 45. Was passiert da eigentlich? Muss man husten, sich bücken, oder ist das Ganze am Ende halb so wild? Wir verraten dir, was dich erwartet.

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Früherkennung rettet Leben

Hand aufs Herz – oder besser gesagt: Hand an die Hoden, Männer! Wenn es um die eigene Gesundheit geht, sind viele Meister im Verdrängen. „Wird schon nichts sein“, und schon ist wieder ein Jahr vorbei. Zur Urologin bzw. zum Urologen gehen die meisten erst, wenn es schon fies zwickt oder Beschwerden auftreten.

Vorsorge wird aus Angst, Scham oder Unsicherheit gern aufgeschoben. Dabei ist der Besuch bei der Urologin bzw. dem Urologen weit weniger unangenehm, als viele denken. Vor allem ab Mitte 40 lohnt es sich, beim Thema Prostata-Check nicht auf Zeit zu spielen. Denn Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Laut Krebsinformationsdienst geht rund ein Viertel aller Krebsneuerkrankungen auf sein Konto.

Doch früh erkannt, sind die Heilungschancen sehr hoch. 1x im Jahr ein kurzer Check: Mehr braucht es nicht, um auf Nummer sicher zu gehen. Ab dem 45. Lebensjahr übernehmen wir die Kosten im Rahmen der gesetzlichen Früherkennung. Gehen wir also auf Lendenhöhe und schauen, welche Untersuchungen beim Prostata-Check anstehen und warum diese so wichtig sind.

Glühbirne

65.820 Männer ...

... erkranken laut Krebsinformationsdienst jährlich an Prostatakrebs, der häufigsten Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. Einer der wichtigsten Risikofaktoren: das Alter. Männer unter 50 Jahren erkranken nur selten daran. Viele erhalten die Diagnose Prostatakrebs in einem frühen Stadium. Dann wächst der Tumor meist langsam, und die Aussichten sind gut – selbst bei fortgeschrittener Erkrankung leben viele Betroffene heute noch viele Jahre damit.

Los geht’s ganz locker

Durchatmen, denn erst einmal wird in Ruhe geredet. Im Anamnese-Gespräch fragt die Urologin bzw. der Urologe nach möglichen Beschwerden, familiären Vorerkrankungen und Lebensgewohnheiten. Rauchen, Ernährung, Bewegung: All das kann Einfluss auf das Krebsrisiko haben.

Danach folgt die körperliche Untersuchung. Hoden und Penis werden auf Knoten, Hautveränderungen oder Schwellungen geprüft. Auch die Lymphknoten in den Leisten werden abgetastet. So lassen sich frühzeitig Auffälligkeiten erkennen.

Bei Problemen oder Verdacht stehen weitere Untersuchungen, etwa eine Urinuntersuchung oder ein Ultraschall, um ertastete Veränderungen genauer überprüfen zu können.

Die große Hafen­rund­fahrt: halb so wild

Dann kommt der Teil, der vielen etwas Respekt einflößt, aber überhaupt nicht schlimm ist: die Tastuntersuchung der Prostata oder im Ärzt*innen-Jargon gern augenzwinkernd „Große Hafenrundfahrt“ genannt.

Aber keine Sorge, hier wird nicht gehustet, akrobatisch auf dem Behandlungsstuhl balanciert oder sich nach vorne gebeugt. Die Untersuchung verläuft ganz entspannt auf der Seite liegend mit hochgezogenen Knien. Die Ärztin bzw. der Arzt zieht Handschuhe an, nutzt etwas Gleitgel und tastet mit dem Zeigefinger durch den Enddarm die Prostata ab. Sie sitzt direkt dahinter und ist ungefähr so groß wie eine Kastanie. So lässt sich schnell feststellen, ob sich etwas verhärtet oder vergrößert anfühlt.

Nach etwa 30 sec ist diese Untersuchung schon wieder vorbei. Das Ganze ist völlig schmerzfrei und höchstens ein bisschen ungewohnt. Zeigt sich bei der Untersuchung etwas Auffälliges, kann ein Ultraschall zur weiteren Abklärung notwendig sein.

Extra-Check: Der PSA-Test

Zusätzlich kann Blut abgenommen werden, um den PSA-Wert zu bestimmen. Das prostataspezifische Antigen wird hauptsächlich in der Prostata gebildet. Ein hoher Wert kann ein Hinweis auf Prostatakrebs sein, muss es aber nicht. Auch eine Entzündung der Prostata oder eine Reizung etwa durch Fahrradfahren oder Geschlechtsverkehr kann den Wert vor-übergehend ansteigen lassen. Deshalb besprichst du vorab mit der Ärztin bzw. dem Arzt, ob der Test für dich sinnvoll ist.

Der PSA-Test ist eine Selbstzahlerleistung und kostet etwa 25-35 €.

Vorsorge lohnt sich

Viele urologische Erkrankungen wie Prostatakrebs oder auch Blasenprobleme lassen sich, frühzeitig erkannt und vor allem, bevor Beschwerden auftreten, sehr gut behandeln. Und fast immer gilt: Die Vorstellung von der Untersuchung ist schlimmer als die Realität.

Der komplette Prostata-Check ist in etwa 10 min geschafft. Danach hast du für ein Jahr Gewissheit. Gut investierte Zeit, die im Zweifel sogar dein Leben retten kann. Also, Männer: Nicht warten, bis Beschwerden auftreten, sondern Mut fassen, Termin machen und Vorsprung durch Vorsorge sichern!

Vorsorge wird von uns belohnt

Du warst bei der Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Prostatakrebs? Super! Das wird von uns mit 10 € Bonus belohnt. Die gesetzliche Prostata- und Genitalvorsorge wird Männern ab 45 Jahren 1x jährlich empfohlen.

Jüngere Männer sollten bei Beschwerden wie Schmerzen, Blut im Urin oder Erektionsproblemen ebenfalls nicht zögern, eine Untersuchung wahrzunehmen. Darüber hinaus kannst du selbst viel für deine Prostata tun: Achte auf ein gesundes Normalgewicht, eine ausgewogene Ernährung mit viel pflanzlicher Kost, Obst und Fisch sowie wenig Fleisch und Wurst. Auch regelmäßige Bewegung trägt nachweislich dazu bei, das Krebsrisiko zu senken. Mehr Tipps und Infos gibt’s unter pronovabkk.de/maennergesundheit.

Bonus

Tschüss Papier, hallo App: Dein Bonus wird digital

Sportlich aktiv, Vorsorge und Impfstatus im Blick, und die regelmäßige Zahnkontrolle ist schon erledigt. Das klingt nach dir? Dann nimm an unserem Bonus teil, mit dem z. B. 200 € für dich drin sind.

Jetzt ist es noch einfacher, dir deinen Bonus zu sichern: Unser Bonusprogramm gibt’s ab sofort auch in der Pronova BKK-App. So kannst du deine Aktivitäten schnell, sicher und papierlos einreichen.

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  • Nachhaltig: Digital statt Papier – der Umwelt zuliebe

Hodenkrebs selbst erkennen: Check your balls!

1. Mit geöffneter Hand die Hoden von unten abtasten. Auf und ab bewegen. So bekommt man ein Gefühl für Gewicht und Größe der Hoden. Veränderungen zu spüren? Ziehschmerz?

2. Hoden einzeln abtasten. Zeige- und Mittelfinger unter die Hoden und den Daumen auf die Hoden legen. Zwischen den Fingern hin und her bewegen. Knoten und Unebenheiten lassen sich so leicht ertasten. Veränderungen in Druckempfindlichkeit oder Konsistenz?

3. Die Nebenhoden sind übrigens auch tastbar. Sie liegen dem Hoden hinten in Längsrichtung auf. Sie können leicht mit einem Knoten verwechselt werden.

4. Hoden im Spiegel anschauen. Die Unterseite der Hoden sieht man gut mit einem Handspiegel. Sind Schwellungen oder andere optische Veränderungen erkennbar?

Lade dir die Anleitung auch gerne als PDF herunter.

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Ab zur Vorsorge! 3 Männer berichten

Viele Männer schieben Vorsorgeuntersuchungen vor sich her – aus Scham, Unsicherheit oder Angst. 3 Männer erzählen, warum sie den Schritt gegangen sind und warum es sich lohnt, Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen.