Darmkuren: Was kann der Trend?

Unser Darm beeinflusst das Immunsystem, den Stoffwechsel und sogar die Stimmung. Kein Wunder, dass Darmkuren mit Pro- und Präbiotika boomen. Doch was bringt das wirklich – und was ist eher Marketing?

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Darmkuren
Unser Darm beeinflusst das Immunsystem, den Stoffwechsel und sogar die Stimmung. Kein Wunder, dass Darmkuren mit Pro- und Präbiotika boomen. Doch was bringt das wirklich – und was ist eher Marketing?

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Das sagt die Wissen­schaft

Wissenschaftlich belegt ist: Pro- und Präbiotika können bei bestimmten Beschwerden wie Reizdarm oder nach einer Antibiotikatherapie hilfreich sein. Aber: Für gesunde Menschen ohne Beschwerden reicht in der Regel eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten, um den Darm zu unterstützen.

Darmkuren im Überblick

Darmkur Was steckt drin? Das sagt die Wissenschaft Gut zu wissen
Probiotika Lebende Mikroorganismen, z. B. Milchsäurebakterien, die die Darmflora stärken sollen Hilfreich, z. B. nach Antibiotikabehandlungen oder bei Reizdarm Für Gesunde reicht es meist aus, regelmäßig Joghurt, Sauerkraut oder Kefir zu essen
Präbiotika Unverdauliche Ballaststoffe, z. B. Inulin, die als „Futter“ für nützliche Darmbakterien dienen Fördern nützliche Darmbakterien Stecken reichlich in Gemüse, Obst und Vollkornprodukten
Kombikuren Mischung aus Pro- und Präbiotika Wirken sehr unterschiedlich Oft teurer, Nutzen nicht immer klar belegt
„Detox“-Kuren Pulver, Säfte, Pillen ohne klare Definition Meist nur Marketing, ohne Wirkung Vorsicht bei teuren Produkten und großen Versprechen

Fastenzeit als Anlass

Gerade in der Fastenzeit rücken Darmkuren stärker in den Fokus. Wichtig ist, die Erwartungen realistisch zu halten: Darmkuren sind kein Wundermittel. Sie können ein Anstoß für bewusstere Ernährung sein, ersetzen aber nicht Vorsorgeuntersuchungen oder einen gesunden Lebensstil.

Darmkrebs-Vorsorge: wirklich entscheidend

Gut zu wissen: Ab 50 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Darmspiegelung als Vorsorgeuntersuchung – eine der wirksamsten Methoden, Krebs frühzeitig zu erkennen oder sogar zu verhindern. Wir gehen noch weiter: Versicherte erhalten bereits ab 40 Jahren einen Zuschuss zur Vorsorge. Damit wollen wir die Früherkennung stärken und Risiken frühzeitig abwenden. Bist du dabei?

Glühbirne

Was sind Präbiotika?

Präbiotika sind keine Wundermittel, sondern einfache Ballaststoffe, die gezielt die „guten“ Darmbakterien füttern. Indem du regelmäßig präbiotische Lebensmittel isst, stärkst du dein Mikrobiom – ohne Pulver oder Kapseln.